Paddock // Report
Fassberg
Was für ein Wochenende, was für Bedingungen – und was für eine Leistung!
Faßberg, ein Austragungsort mit ganz besonderem Flair: Top organisiert, eine Strecke, die Fahrern alles abverlangt – doch dieses Mal spielte das Wetter absolut verrückt. Bereits bei der Ankunft am Donnerstag: Hagel! Nachts gerade einmal 2 Grad, klamme Kälte, nasse Bedingungen – alles andere als ideale Voraussetzungen.
Und dann die Premiere: zum ersten Mal auf Regenreifen! Keine einfache Aufgabe. Die richtige Abstimmung? Ein echtes Puzzle. Feedback? Noch schwierig. In der Box wurde viel ausprobiert, viel geraten – doch genau hier wächst ein Rennfahrer.
Im Laufe des Tages dann zumindest leichte Besserung: Die Strecke trocknete etwas ab, das Gefühl kam zurück – 58,00 Sekunden auf der Uhr. Eine solide Zeit! Die erhoffte 57 blieb zwar aus, doch das Niveau war absolut konkurrenzfähig.
Besonders stark: die Bremspunkte! Hier wurden bereits erste konsequente Überholmanöver gesetzt – ein klares Zeichen: Da entwickelt sich jemand weiter!
Der Samstag brachte erneut schwierige Bedingungen.
FP1 auf Regenreifen, Unsicherheit bei der Übersetzung – und selbst im Qualifying wurde taktiert:
Q1: bewusst auf Regenreifen – kein unnötiges Risiko, weil klar war: Q2 wird entscheidend!
Q2: Slicks für alle, bessere Bedingungen, mehr Grip – und die Zeiten purzeln.
Noch einmal alles rausgeholt: 58,55 Sekunden!
Das Ergebnis: Startplatz 6 – aufgrund der engen Strecke gleichbedeutend mit Reihe 3 (3-2-3 Formation).
Der Start in Rennen 1? Spektakulär! Ein heftiger Wheelie – brenzlig, aber bravourös abgefangen! Kein Lupfen, voll am Gas geblieben – und nach der ersten Kurve auf P5.
Das Spitzenfeld konnte sich zunächst etwas absetzen, der Rhythmus fehlte noch. Doch dahinter entwickelte sich ein intensiver Zweikampf:
Dauerduell mit Mathis, der wie ein Schatten am Hinterrad klebte.
Gemeinsam arbeiteten sich beide wieder Richtung Podiumskampf heran – packendes Racing!
Doch ganz nach vorne reichte es nicht mehr. Und dann das Drama in der letzten Runde: Sturz von @matthis beim Überholversuch.
Am Ende: Platz 5 im Ziel – ein starkes Ergebnis!
Rennen 2 – Rückschlag und Comeback
Start ohne Wheelie – sauber, kontrolliert… doch entweder die Konkurrenz stärker – oder selbst einen Tick zu vorsichtig: nur P6 nach dem Start.
Vor mir eine enge Kampfgruppe von P3 bis P6. Der Anschluss war da, der Wille sowieso. Dann Runde 3 – der Schockmoment: Sturz im Infield. Doch hier zeigte sich echte Rennfahrer-Instinktstärke: Im Sturz Kupplung gezogen – Motor bleibt an! Schnell reagiert, aber das Bike stand verkehrt herum. Mit Hilfe des Edel-Streckenpostens @thias zurück auf die Strecke – doch der Rückstand aufs Feld: 10 Sekunden! Letzter Platz. Aufgeben? Keine Option!
Mit lockerem Lenkerstummel, der sich beim Bremsen drehte, begann die Aufholjagd.
Wut, Frust, pure Entschlossenheit – und Überholmanöver!
Vier Plätze gutgemacht – zurück bis auf P10!
Mehr wäre möglich gewesen – die Pace war da, doch das restliche Feld zu weit weg.
Nach dem Rennen: Enttäuschung, Emotionen, Tränen.

